Sankara lebt von 788 bis 820 nach Christus. Im Alter von fünf Jahren beherrscht er bereits seine Muttersprache und Sanskrit und kennt die größten Epen und mythologischen Erzählungen. Govinda wird sein Lehrer. Er weiht Sankara ein und übermittelt ihm die vier großen Sätze der Upanischaden. Dann folgt die Begegnung mit dem altehrwürdigen Meister Gaudapada. Er nimmt Sankara als Schüler auf und überträgt ihm die Kommentierung des dreifachen Vedanta-Kanons.

Mit 16 Jahren hat Sankara bereits all seine Werke
vollbracht. Dieverbleibenden 16 Jahre dienen ihm zu ihrer Verbreitung. Dabei bekämpft er nicht nur die Häresien in der hinduistischen Überlieferung, sondern bringt auch angesichts des Verfalls der Sitten und Riten eine radikale Reformierung der Religion. Sankara richtet zehn Asketen-Orden ein und gründet Klöster an den vier
Eckpunkten des Subkontinents. In ihnen werden
– bis heute – die Lehren der Sruti und Smrti
durch eine Kette spiritueller Meister vermittelt,
die dafür Sorgetragen, dass die Überlieferung
am Lebenerhalten bleibt.
siehe die Broschüre Sankara