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Parmenides
Über die Anordnung der Natur
Übersetzung aus dem Altgriechischen und Anmerkungen von
Raphael

Pomaska-Brand-Verlag, Schalksmühle 2012
ISBN 978-3-935937-99-3
126 Seiten, Leinen/Schutzumschlag, Lesebändchen, € 22

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Pomaska-Brand Verlag
oder über
Philosophia perennis e.V.

Das Werk präsentiert den Philosophen Parmenides und sein Gedicht aus 154 Versen mit dem altgriechischen Originaltext, welcher der deutschen Übersetzung gegenübergestellt ist, ergänzt durch Anmerkungen von Raphael.

Parmenides soll zwischen dem sechsten und fünften Jahrhundert vor Christus geboren worden sein. Der Geburtsort ist Elea (das heutige Velia) südlich von Paestum an der Küste Kampaniens (in Italien). Seine Familie war adeliger Herkunft und ziemlich vermögend. Wie aus antiken Quellen hervorgeht, regierte Parmenides seine Stadt und stattete sie mit hervorragenden Gesetzen aus. Er war einer der so genannten Philosophenherrscher.

Parmenides, der für Platon, Aristoteles und die ihnen nachfolgenden Philosophen einen »Leuchtturm« darstellt, folgte ganz bestimmten philosophischen Grundprinzipien:

  1. Das Sein ist die Grundlage von allem Existenten.
  2. Das Sein ist mit sich selbst identisch.
  3. Das Sein ist nicht widersprüchlich.
  4. Das Sein ist jenseits der Zeit, also in ewiger Gegenwart.

Mit Parmenides beginnt das, was als »wahre Philosophie« bezeichnet wird: ein aktiver Weg, auf dem die Erkenntnis erlangen werden kann, dass sich die Natur des Seins auch in uns befindet.

Bei der Interpretation des Werkes sei hervorzuheben, dass Raphael zwischen den westlichen Aussagen des Vorsokratikers Parmenides und den östlichen des Advaita-Vedanta-Kodifikators, Gaudapada, eine Parallele zieht. Beide Philosophen drücken – anders formuliert – Dasselbe aus. Damit weist Raphael erneut auf die Einheit der Überlieferung hin.

Im Bereich der westlichen Philosophie zeichnet sich Parmenides durch eine logisch-dialektische Strenge der Darlegung, eine existenzielle Anschauung für das menschliche Wesen sowie eine Wahrheit aus, die von oben kommt und nicht nur theoretisch betrachtet bzw. durch den Verstand konzeptualisiert wird.

In einer Welt, die im Bereich des Spirituellen, Ethischen, Kulturellen und Politischen düster verarmt ist, kann solch eine Anschauung geradezu revolutionär sein!

Inhalt:
Einführung; Der Weg, der zum Sein bringt; Das Sein; Einführung ins Proömium; Fragmente 1 – 7; Vorrede zum Fragment 8; Fragment 8; Einführung in die Welt der Erscheinungen; Fragmente 8 (Fortsetzung) – 19; Anmerkungen zu den Fragmenten; Glossar; Bibliographische Hinweise.

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